Daten & Methodik
Die Seite verbindet amtliche Mess- und Klimadaten mit Prognosedaten. Sie dient der transparenten Darstellung; sie ersetzt keine amtlichen Warnungen oder fachliche Beratung.
Wetter, Prognose und Klimaarchiv
Anzeige und Auswertung: Gibt es einen zulässigen analytischen Monatswert, zeigt das Diagramm diesen. Bei abgeschlossenen Temperaturmonaten und -jahren stammen auch ungeprüfte Anzeigewerte ausschließlich aus dem amtlichen Periodenprodukt; ein fehlender amtlicher Wert bleibt eine Lücke. Andere Messgrößen dürfen ausreichend vollständige Rohdaten-Aggregate ergänzen. Ungeprüfte Ergänzungen sind gekennzeichnet (Raute bei Linien, hellere Monatsbalken, Hinweis im Tooltip); sie zählen nicht für Referenzen, Abweichungen, Trends oder Rekorde. Bestätigte Konsistenz- und Wertebereichsausschlüsse bleiben auch aus diesen Anzeigeaggregaten entfernt. Lange Unterbrechungen werden mit ihrem Zeitraum benannt, ohne eine unbelegte Ursache zu behaupten.
Rekordbasis: Stationsrekorde mit geringer geprüfter Datenbasis sind als eingeschränkt gekennzeichnet. Landesrekorde zeigen bei Gleichstand den frühesten Fall; ab zehn gleichen Rekordwerten den jüngsten, gekennzeichnet mit „zuletzt“. „Höchste Feuchte“ wird nicht als Rekord geführt, weil 100 % häufig erreicht werden. Abgeschlossene Temperatur-Monats- und Jahresmittel stammen aus den amtlichen GeoSphere-Stationsprodukten klima-v2-1m und klima-v2-1y. Wert und Klimanormalwert verwenden dabei dieselbe Reihe. Fehlende amtliche Perioden werden nicht durch anders definierte Tagesmittel ersetzt. Unbestätigte amtliche Werte können gekennzeichnet im Diagramm erscheinen, zählen aber nicht für Analysen und Rekorde. Tageswerte und laufende Vergleichsfenster verwenden weiterhin die Tagesreihe.
Analytische Datenbasis: Rohbeobachtungen, Quellenflags und Herkunft bleiben erhalten. Stationsbasierte Auswertungen verwenden nach den dokumentierten Regeln zugelassene Werte: Quellenflags 10–12 oder 20–22, bestandene Konsistenzprüfungen und keine dokumentierte Abwesenheit bei der letzten erfolgreichen Quellenprüfung. Dies ist keine Garantie fehlerfreier Messungen. Ungeprüfte Werte oder Werte ohne Flag bleiben mit Hinweis sichtbar, zählen aber nicht für diese Auswertungen. Bestätigte Ausschlüsse werden als erklärte Lücken dargestellt; eine diagnostische Auffälligkeit allein blendet nichts aus. UV- und unabhängige Rasterprodukte haben eigene Quellen und Auswertungsregeln.
Temperatur und Saisonvergleich: Widersprüchliche Extremwertpaare werden ausgeschlossen; ein Tagesmittel mehr als 1 K außerhalb vorhandener Extrema wird für die Analyse ausgeschlossen. Die 1-K-Toleranz ist eine Regel dieser Seite, kein Quellenflag. Der Saisonvergleich begrenzt die Auswahl auf den analytisch verwendbaren Messbereich und vergleicht dessen frühes und spätes Fenster. Beide Fenster und eine verkürzte Analysebasis werden genannt; innere Lücken und Monatsabdeckungsregeln bleiben wirksam. Unterschiede in kombinierten Reihen sind keine homogenisierten Klimatrends.
Kenntage und Schwellentage: Angaben pro Jahr beruhen bei mehrjährigen Auswahlen ausschließlich auf vollständig belegten Kalenderjahren der jeweiligen Messgröße. Die Zahl der verwendeten Jahre steht beim Wert. Gesamte gezählte Tage enthalten auch geeignete Beobachtungen aus Teiljahren; sie sind von der Jahresmittelbasis zu unterscheiden. Fehlende Tage werden nicht hochgerechnet. Ohne vollständiges Kalenderjahr wird nur die beobachtete Anzahl gezeigt. Die ausgewählten vollständigen Jahre bilden nicht automatisch eine repräsentative Klimanormalperiode.
Stationsdruck: Druck in Stationshöhe hängt von der Höhe des Messorts ab. Daher gibt es keine stationsübergreifenden nationalen Druckrekorde. Stationsbezogene Druckwerte bleiben verfügbar; Standort- und Höhenwechsel können auch deren Vergleich beeinflussen.
Kombinierte Stationsreihen: GeoSphere verbindet darin dokumentierte Einzelstandorte. Waizenkirchen wechselte 2026 nach Punzing (355 m statt zuvor 400,2 m); Klausen-Leopoldsdorf wechselte im Juni 2026 von 389 m auf 367 m. Die veröffentlichten Werte bleiben ihrer Quellreihe zugeordnet. Standort, Höhe und Instrumente können Vergleiche beeinflussen; die Reihe ist damit nicht automatisch homogenisiert. Klausens Vergleich mit 1991–2020 beruht auf den verfügbaren 13 vollständigen Jahren 2008–2020, nicht auf einer vollständigen 30-jährigen WMO-Normalperiode.
Wind und Quellenrevisionen: Tägliche und monatliche Windmittel können unterschiedliche Beobachtungsgrundlagen haben. Auch die Reihenfolge von Beaufort-Umrechnung und Mittelung kann Unterschiede erzeugen; die beobachteten Muster bestätigen keine einheitliche historische Berechnungsmethode. Das Archiv übernimmt geprüfte Quellenkorrekturen mit Versionsnachweis. Historische Werte, die die Quelle nicht mehr veröffentlicht, bleiben bis zur Klärung erhalten; ihre Abwesenheit upstream beweist allein keinen Messfehler. Bei Ferlach fehlen Tageswerte von Februar 1961 bis September 1963 in der aktuellen Quelle, während Monatswerte weiter veröffentlicht werden.
- GeoSphere Austria: österreichische Messstationen, Klimareihen, Normalperioden, Karten und Teile der Vorhersagegrundlage.
- Open-Meteo: aufbereitete Wetter- und Modellprognosen; GeoSphere AROME für den hochaufgelösten Zeitraum, anschließend ECMWF.
- Abweichungen werden gegenüber der jeweils gewählten, verfügbaren Normalperiode berechnet. Monatliche Normalwerte im Klimaarchiv brauchen je Kalendermonat mindestens 10 Referenzjahre; bei weniger als 24 der 30 Jahre (WMO-Richtwert) nennt die Abweichungsangabe die Zahl der Jahre. Die Abweichung der Prognosetage vergleicht (Höchst- + Tiefstwert)/2 mit demselben Mittel aus gepaarten historischen Höchst- und Tiefstwerten, geglättet über ±7 Kalendertage. Bei Paaren mit Tiefstwert über Höchstwert werden beide Extrema aus Temperaturkurven, Kennzahlen, Rekorden und Referenzen ausgeschlossen. Die Rohwerte bleiben erhalten; der Tagesmittelwert und andere vorhandene Messgrößen bleiben nutzbar. „Ø Temperatur“ der Prognose bleibt das Mittel der Stundenwerte. Das Tagesmittel der GeoSphere-Tagesreihe ist als (Tageshöchstwert + Tagestiefstwert)/2 definiert. Die amtlichen Monatsmittel verwenden eine andere Berechnung. Historische Änderungen der Messzeiten und Berechnungsverfahren können die Vergleichbarkeit zusätzlich beeinflussen. Gleiche Referenzgrundlagen ersetzen keine Homogenisierung.
- Vergleichbarkeit: Die Datahub-Stationsreihen sind nicht homogenisiert. Stationsverlegungen, Messverfahren und Quellkorrekturen können langfristige Vergleiche beeinflussen. Die hier aus Stationsdaten berechneten Referenzen sind nicht die amtlichen, teilweise homogenisierten GeoSphere-Klimanormalwerte. Historische Quellwerte können Qualitätsauffälligkeiten enthalten; die Rohdaten bleiben erhalten. Datenabdeckung bezeichnet vorhandene Werte, keine vollständige Qualitätsprüfung.
- Niederschlagstage: Für klimatologische Tageszählungen gilt Niederschlag ≥ 1,0 mm; Tage unter 1,0 mm gelten bei Trocken- und Nassphasen als trocken.
Datenabdeckung im Klimaarchiv
Amtliche Monats- und Jahresmittel können zeitlich über die vorhandene Tagesreihe hinausreichen. Diese Perioden sind in der Monats- und Jahresansicht auswählbar; Tagesstatistiken und Kenntage bleiben auf vorhandene Tageswerte beschränkt.
Wegen ungeklärter historischer Standortzuordnung werden Temperatur-Monats- und Jahresmittel aus den Abschnitten Rechnitz 1948–1977 und Steinach am Brenner 1936–1952 vorläufig nicht für Auswertungen, Referenzen oder Rekorde verwendet. Die Quellwerte und Qualitätsflags bleiben unverändert gespeichert.
Bis einschließlich des 7. des Folgemonats bleibt der unmittelbar vorherige Monat ebenfalls vorläufig, wenn ausschließlich Tage nach dem letzten veröffentlichten Messwert der Messgröße am Monatsende fehlen; interne Lücken und spätere Messwerte schließen diese Schonfrist aus, vorläufige Werte bleiben aus Vollmonatsabweichungen, Glättung/Trends und Rekordmonatsmarkierungen/-zählung ausgeschlossen.
Laufender Monat: In der Monatsansicht erscheinen vorhandene Messungen bereits ab einem Messtag als ausdrücklich vorläufiger Wert: Mittel und UV-Statistiken mit Dreieck, Regen und Sonne als hellere Balken mit „Summe bisher“. Tooltip und Datenhinweis nennen die Abdeckung. Diese Werte beschreiben nur beobachtete Messtage, keinen vollständigen Monat; fehlende Mengen werden nicht ergänzt. Der laufende Monat bleibt außerhalb der Glättung und Trends aggregierter Monatswerte, der Vollmonatsabweichungen und der Rekordmonatsmarkierungen und -zählung. Die Überblickskarte darf weiterhin geeignete beobachtete Kalenderteile mit denselben Referenztagen vergleichen. Die folgenden Vollständigkeitsregeln gelten für abgeschlossene Monate. Junge Stationen zeigen ihre Beobachtungen; eine Referenz mit weniger als zehn geeigneten Jahren wird nicht durch fremde Stationswerte ersetzt.
Abweichung für den gewählten Zeitraum: Der Vergleich nennt die tatsächliche Messperiode der gewählten Messgröße. Vollständige Monatsstücke erlauben bei Mitteln höchstens zehn fehlende Tage, Teilstücke mit L Kalendertagen höchstens floor(L × 10/31). Höchstens vier aufeinanderfolgende Tage dürfen fehlen, auch über Monatsgrenzen. Jedes verwendete Stück braucht mindestens zehn geeignete Referenzjahre. Mittel-Abweichungen werden nach Kalendertagen gewichtet; vorhandene Messtage vertreten fehlende Tage. Ganze Februarmonate verwenden die jeweilige Monatslänge. In Teilstücken wird der 29. Februar auf beiden Seiten ausgenommen; die Karte nennt dies, Abdeckung und Gewichtung berücksichtigen nur die Vergleichstage. Beobachtungen außerhalb der Referenzperiode prüfen ausschließlich Lücken an Monatsgrenzen und gehen nicht in den Referenzwert ein.
Teilbasis bei längeren Zeiträumen: Ab 365 Tagen darf die Überblickskarte einen ausdrücklich gekennzeichneten Vergleich auf reduzierter Basis zeigen: mindestens 90 Prozent der Monatsstücke, der vertretenen Kalendertage und der tatsächlich gemessenen Tage müssen nutzbar sein. Ab zehn Jahren (3650 Tagen, entsprechend der 10J-Auswahl) entfällt diese zusätzliche Gesamtgrenze. Für beide Regeln müssen je Kalendermonat mindestens zwei Drittel seiner Kalendertage vertreten sein. Ungeeignete Stücke werden ausgelassen und genannt. Die Details nennen das erste und letzte Kalenderjahr mit nutzbaren Stücken, den Anteil solcher Jahre und die Messtage; ein vertretenes Jahr kann nur teilweise abgedeckt sein. Der Wert beschreibt die vertretenen Messzeiten, nicht den vollständigen Zeitraum. Fehlende Jahre oder Jahrzehnte können trotz ausgeglichener Jahreszeiten verzerren. Bei Regen und Sonne können Stücke mit mindestens 90 Prozent Messtagen und höchstens vier aufeinanderfolgenden fehlenden Tagen anhand exakt derselben beobachteten Kalendertage mit der Referenz verglichen werden; jeder Referenzkandidat muss alle diese Tage enthalten. Fehlende Mengen werden weder ergänzt noch als null gewertet. Für Zeiträume bis 366 Tage erscheint die Abweichung der Vergleichssumme, darüber die Abweichung pro Vergleichsjahr (vertretene Vergleichstage / 365,2425); die kumulierte Abweichung steht im Detail. Der Prozentwert benutzt dieselben Mess- und Referenzsummen. Diese Standortregeln ergeben keine amtlichen WMO-Normalwerte. Wetterabhängige Ausfälle können auch bei bestandener Abdeckungsprüfung verzerren. Teilbasiswerte dieser Karte gehen nicht in Rekorde, Ranglisten oder Normalwerte ein; die strengeren Regeln der Diagramm-Summen bleiben bestehen.
Messlücken werden nicht durch Schätzwerte ersetzt. „Datenhinweise“ am Diagramm erklären ausgelassene Werte; laufende Monate und Jahre werden getrennt als noch nicht abgeschlossene Zeiträume bezeichnet. Die Jahres- und Monatsansicht wertet ganze Kalenderperioden aus, auch wenn das ausgewählte Fenster mitten darin beginnt oder endet.
- Monatsmittel im Diagramm: Abgeschlossene Temperaturmonate verwenden das amtliche GeoSphere-Monatsmittel mit dessen Qualitätsstatus, unabhängig von der Vollständigkeit unserer Tagesreihe. Für aus Tageswerten berechnete Mittel von Feuchte, Druck und Wind dürfen höchstens zehn Tageswerte insgesamt und höchstens vier aufeinanderfolgende Tage fehlen. Das entspricht dem Kriterium für monatliche Mittel in WMO-No. 1203, Abschnitt 4.4.1: je nach Monatslänge sind mindestens 18 bis 21 Messtage erforderlich. Dieses Kriterium garantiert bei systematischen Messausfällen keine unverzerrte Schätzung.
- UV-Monatswerte: Das Mittel täglicher UV-Maxima sowie P95 und beobachtetes Maximum erscheinen, wenn höchstens zehn Tage im Kalendermonat fehlen (mindestens 18 bis 21 Messtage). Für diese Darstellungsregel sind auch längere zusammenhängende Lücken erlaubt; sie erfüllt daher nicht das vollständige WMO-Kriterium. Teilwerte beziehen sich ausschließlich auf vorhandene Messtage; gerade bei längeren Ausfällen kann ihre Verteilung verzerrt sein.
- Summen: Niederschlags- und Sonnensummen in der Monats- und Jahresansicht benötigen jeden Kalendertag. Ein fehlender Tag wird nicht als null gewertet. Es werden keine unbekannten Mengen ergänzt.
- Jahreswerte: Abgeschlossene Temperaturjahre verwenden das amtliche GeoSphere-Jahresmittel mit dessen Qualitätsstatus; eine zusätzliche 355-Tage-Prüfung unserer Tagesreihe gilt dafür nicht. Mittelwerte für UV, Feuchte, Druck und Wind erscheinen ab 75 Prozent der Kalendertage (274 in normalen Jahren, 275 in Schaltjahren). Dreiecke und gestrichelte Abschnitte kennzeichnen unvollständige Werte; der Tooltip nennt Abdeckung und fehlende Zeiträume. Diese tagesbasierten Teilwerte sind Mittel der vorhandenen Messtage, keine vollständigen Jahresmittel. Die 75-Prozent-Grenze ist eine Darstellungsentscheidung: fehlt vor allem eine Jahreszeit, kann der Wert trotz ausreichender Tageszahl deutlich verzerrt sein.
- Referenzen, Abweichungen und Trends: Abgeschlossene Temperaturmonate und -jahre sowie ihre Referenzen verwenden jeweils dieselbe amtliche Reihe mit zulässigem Qualitätsstatus. Für die übrigen tagesbasierten Monatsmittel gelten höchstens zehn fehlende Tageswerte insgesamt und höchstens vier aufeinanderfolgende fehlende Tage; Summen benötigen alle Tage. Deren jährliche Abweichungen und Trends benötigen mindestens 355 Messtage und höchstens vier aufeinanderfolgende fehlende Tage innerhalb eines Kalendermonats. Für Jahresabweichungen sind mindestens zehn geeignete Referenzjahre nötig. Deshalb kann ein beobachteter Teilwert sichtbar sein, während seine Abweichung fehlt. Teilmonate und laufende Vergleichsfenster verwenden weiterhin die Tagesreihe mit passender Tagesreferenz. Die längerfristigen gleitenden Fenster haben zusätzliche Abdeckungsprüfungen und sind keine amtlichen homogenisierten Klimatrends.
Im Temperatur-Zeitraumvergleich verwenden vollständige abgeschlossene Monatsstücke und ihre Referenzen die amtlichen Monatsmittel. Teilmonate vergleichen weiterhin Tageswerte mit derselben Tagesbasis in der Referenz. Die Tagesabdeckungsregeln gelten dort für diese Teilstücke. Ein amtliches Periodenmittel belegt keine bestimmte Zahl von Einzelmessungen; „Tage mit Datenbasis“ bezeichnet die vertretenen Kalendertage.
Monat bisher in „Aktuell“: Die Messgrößen verwenden einen gemeinsamen Stichtag. Verglichen werden nur die tatsächlich vorhandenen Kalendertage mit denselben Tagen der Referenzjahre. Ein Referenzjahr muss alle verglichenen Tage abdecken. „Teilwerte“ kennzeichnet fehlende aktuelle Tage; unbekannte Werte werden nicht ergänzt. Im Februar endet dieser laufende Vergleich auch in Schaltjahren am 28. Februar.
Gemessene Tagesmengen: Niederschlag und Sonnenschein werden nach dem Ende ihres Messintervalls dem lokalen Tag zugeordnet, einschließlich des um Mitternacht endenden letzten Intervalls. Bei Lücken bleibt die bekannte Teilsumme mit „unvollständig“ sichtbar; der Detailhinweis nennt die vorhandenen und erwarteten Intervalle. Es wird nicht hochgerechnet.
Kurz- und Langfristprognosen
Referenzen der Prognosetage: Jede Messgröße benötigt im jeweiligen geglätteten Kalenderfenster mindestens 20 verschiedene Referenzjahre. Fehlt diese Grundlage, erscheint keine Abweichung. Diese eigene Abdeckungsregel ist keine vollständige WMO-Vollständigkeitsprüfung.
Unvollständige Temperaturprognosen: Bekannte Tageswerte bleiben gekennzeichnet sichtbar. Im 14-Tage-Punktdiagramm zeigen Dreiecke und gestrichelte Abschnitte Temperaturteilwerte. Eine Tagesabweichung wird nur aus einem vollständigen Temperaturtag berechnet. Im Ensemblemodus bleibt der aktuelle Kopfblock ausdrücklich Messung/Punktprognose; die Auswahl stellt Diagramm und Prognosekarten um.
3 Stunden (INCA): Der GeoSphere-INCA-Nowcast liefert Temperatur, Niederschlag, Windrichtung und -geschwindigkeit, Böen, Feuchte und Taupunkt in 15-Minuten-Schritten auf einem 1-km-Raster. Gezeigt wird die Rasterzelle bei der gewählten Station, kein Stationsmesswert. Der Datensatz enthält eine einzelne Prognose ohne Ensemble-Spannweite. Der Vorhersagehorizont reicht bis drei Stunden nach dem Laufzeitpunkt; die verbleibende Zeit hängt vom Alter des verfügbaren Laufs ab. Neue Läufe erscheinen alle 15 Minuten. Die Ansicht prüft alle fünf Minuten sowie bei der Rückkehr zu „Aktuell“ oder zum Browser-Tab auf Aktualisierungen; kürzlich geladene Daten werden bis zu fünf Minuten wiederverwendet. Niederschlag bezeichnet die Menge je 15 Minuten, nicht mm/h. Während einer Aktualisierung oder bei einem vorübergehenden Quellenfehler bleibt die letzte gültige Prognose sichtbar, sofern ihr Lauf höchstens eine Stunde alt ist und noch zukünftige Prognosezeitpunkte enthält. Über eine Stunde alte Läufe werden nicht angezeigt. Positive Niederschlagsmengen unter 0,1 mm erscheinen als „<0,1 mm“.
- 7 und 14 Tage: Die Punktprognose verbindet GeoSphere AROME im hochaufgelösten Nahbereich mit ECMWF für die folgenden Tage. Die Ensembleansicht zeigt mehrere ECMWF-Modellläufe mit Median und dem Bereich der mittleren 80 % der Läufe (P10–P90). Beide Ansichten beziehen sich auf die Umgebung der gewählten Station, nicht auf eine punktgenaue Stationsmessung.
- Tagessummen Niederschlag und Schnee: Die Tagessumme umfasst die Stundenwerte von 01:00 Uhr bis einschließlich 00:00 Uhr des Folgetags (Wiener Zeit); jeder Wert gilt für die vorangegangene Stunde. Fehlt eine Stunde, wird keine Summe angezeigt (Punktprognose: „Regen –“).
- Langzeit-Trend: Der 46-Tage-Ausblick basiert ausdrücklich auf dem ECMWF-EC46-Ensemble mit Kontrolllauf und 50 gestörten Läufen (51 Modellläufe) über Open-Meteo und einem Raster von rund 36 km. Er ist nicht stationskalibriert und dient als probabilistischer Trend, besonders ab Tag 15, nicht als verbindliche Tagesprognose.
- Temperatur: Gezeigt wird die tägliche mittlere 2-m-Temperatur je Modelllauf. Die Linie ist der Ensemble-Median; der wählbare Bereich enthält die mittleren 50 oder 80 Prozent der Läufe. Tagesminimum und -maximum werden in diesem Trend nicht dargestellt.
- Niederschlag: Blaue Balken zeigen den Median der Tagesmenge aus allen vollständigen Modellläufen, einschließlich trockener Läufe. Ihre Deckkraft steht für den Anteil der Läufe mit mehr als 1 mm. Die 30-Prozent-Schwelle betrifft nur die sichtbaren Balken: Median, P10–P90 und Wahrscheinlichkeit bleiben auch darunter im Tooltip verfügbar. Ein fehlender Balken bedeutet deshalb nicht sicher trocken. Der Tooltip nennt die Menge bei mehr als 1 mm als getrennte, bedingte Zusatzinformation. Die Modelltage beziehen sich auf 00–24 UTC. Vollständig leere Tage am Ende werden nicht angezeigt; innere Lücken bleiben erhalten. Tageswerte benötigen je Lauf alle vier Sechs-Stunden-Intervalle; das um Mitternacht endende Niederschlagsintervall gehört zum Vortag.
Zeitumstellung: Die 7-/14-Tage-Prognose rechnet echte UTC-Zeitpunkte in Wiener Zeit um. Ein Kalendertag umfasst bei der Zeitumstellung 23 beziehungsweise 25 Stunden; beide herbstlichen 02-Uhr-Stunden zählen getrennt. Auch die Vollständigkeitsprüfung der Tagessummen berücksichtigt das.
Regenchance: In der Punktprognose zeigt der Tageswert die höchste stündliche Wahrscheinlichkeit für mehr als 0,1 mm. In der Ensembleansicht ist es der Anteil der vollständigen Läufe mit mindestens 0,1 mm am Tag. Im Langzeit-Trend gilt die oben genannte Schwelle von mehr als 1 mm.
Normalperiode im Langzeitmodus: Die Auswahl gilt für die historischen Statistiken unter dem Diagramm. Sie verändert den Langzeit-Ensembletrend nicht.
Vorhersage vs. Messung
Der Vergleich verwendet Open-Meteo Previous Runs für GeoSphere Seamless mit festem Vorlauf von 24, 72 oder 168 Stunden je Messstunde. Er bewertet nicht einen einzelnen gespeicherten Tageslauf und nicht genau den AROME/ECMWF-Mix der aktuellen Prognose. GeoSphere Seamless verwendet im Nahbereich AROME und nach etwa 2,5 Tagen ECMWF: Unterschiede zwischen 1, 3 und 7 Tagen spiegeln daher sowohl Vorlaufzeit als auch einen Modellwechsel wider.
Modellwerte und stündliche GeoSphere-Stationsmessungen werden für dieselben UTC-Zeitpunkte gepaart und nach Wiener Kalendertagen zusammengefasst; an Zeitumstellungen sind das 23 oder 25 Stunden. Niederschlag gehört jeweils zur vorangegangenen Stunde und wird nach deren Endzeit zugeordnet. Höchst- und Tiefsttemperatur sind Extrema der Stundenwerte, nicht die offiziellen Klima-Tagesextrema aus Zehnminutenwerten. Nur vollständige Vergleichstage zählen. Das Diagramm zeigt bis zu 30, die Kennzahlen bis zu 90 Tage; Fehlerkennzahlen erscheinen ab zehn Vergleichstagen.
Mittlerer Fehler bedeutet mittlere absolute Abweichung. „Abweichung“ ist der mittlere vorzeichenbehaftete Fehler (Modell minus Messung), Standardabweichung seine Streuung, P10–P90 die mittleren 80 Prozent und „größter Fehler“ der größte absolute Einzelfehler. Der Regenfehler enthält auch trockene Tage und kann die Güte an Regentagen daher günstiger erscheinen lassen. Rasterpunkt und Station können räumlich und in der Höhe voneinander abweichen; im Gebirge betrifft das besonders Temperatur, bei lokalem Regen auch die Niederschlagsmenge. Der „Gestern“-Rückblick der aktuellen Prognose ist nicht Teil dieser Auswertung.
Satellitenkarten
Die Copernicus-Oberflächentemperatur beschreibt die Landoberfläche, nicht die Lufttemperatur in zwei Metern Höhe. Das 3-km-Produkt fasst Beobachtungen über zehn Tage zusammen. Die tägliche 1-km-Oberflächenfeuchte und ihr Sieben-Tage-Komposit beschreiben die oberste Bodenschicht. Satellitenbeobachtungen decken nicht an jedem Tag ganz Österreich ab. Ein Österreich-Mittel erscheint erst ab 20 Prozent gültiger Flächenabdeckung; fehlende Beobachtungen werden nicht ergänzt. Der angegebene Beobachtungszeitraum ist vom Zeitpunkt der Datenaufbereitung getrennt. Gültige ältere Aufnahmen bleiben zugänglich, auch wenn neue Daten verspätet sind.
ERA5-Land-Reanalyse
Copernicus Climate Change Service / ECMWF, ERA5-Land (CC BY 4.0): flächenhafte monatliche 2-m-Temperatur und Niederschlag auf einem Raster von etwa 9 km. ERA5-Land beginnt 1950 und erscheint monatlich mit Verzögerung. Die Karten zeigen Reanalysewerte, keine Stationsmessungen; Abweichungen und Klimavergleiche beziehen sich jeweils auf die angegebene 30-jährige Normalperiode. Der Niederschlag ist eine modellierte Raster-Monatssumme und besonders in komplexem Gelände keine punktgenaue Messung. Für Niederschlag wird die 00-UTC-Variante der monatlichen Reanalyse verwendet: ECMWF dokumentiert für die Standardvariante fehlerhafte akkumulierte Werte von September 2022 bis Februar 2024 und empfiehlt diesen Ersatzweg.
Klimafolgen, Trockenheit und beobachteter Niederschlag
- SPARTACUS-v3-Klimafolgenindikatoren: GeoSphere Austria, räumlich interpolierte tägliche Beobachtungen mit 1-km-Raster. Die Jahreskarten für Hitzetage (Tagesmaximum mindestens 30 °C), Frosttage (Tagesminimum unter 0 °C) und Vegetationsperiode werden auf wetter-info.net aus diesen Rasterdaten berechnet; die Vegetationsperiode verwendet TM24, den aus stündlichen Werten rekonstruierten Tagesmittelwert. TM24 ist nicht mit einem aus Tagesminimum und Tagesmaximum gebildeten Mittelwert gleichzusetzen; beide Definitionen können zu unterschiedlichen Periodenlängen führen. Für die räumliche Interpolation können auch relevante Stationen knapp außerhalb Österreichs einfließen, besonders im Alpenraum. Dies kann vor allem hochalpine Niederschlagskarten beeinflussen. Karten und Flächenmittel werden anschließend exakt an der österreichischen Grenze ausgeschnitten; ausländische Rasterwerte gehen nicht in Österreich-Statistiken ein.
- WINFORE v2, SPEI-90: GeoSphere Austria, tägliche 1-km-Raster der klimatischen Wasserbilanz (CC BY 4.0). Der standardisierte SPEI-90 fasst die letzten 90 Tage mit stärkerem Gewicht jüngerer Tage zusammen; negative Werte stehen für trockenere, positive für feuchtere Bedingungen. Monats- und Saisonkarten zeigen den jeweiligen Endtag. Die Quelle wird täglich fortgeschrieben und kann jüngere Werte innerhalb ihres Revisionsfensters nachträglich aktualisieren; sie ist keine auswählbare Normalperioden-Abweichung.
- INCA-Niederschlag: operative GeoSphere-Analyse auf 1 km (CC BY 4.0). Die Karte summiert ausschließlich vollständige lokale Kalendertage von 00:00 bis 24:00 Uhr Europe/Vienna; an Sommerzeit-Wechseltagen sind das 23 beziehungsweise 25 Stunden. Sie zeigt ein rollierendes 30-Tage-Fenster; Quellwerte können nachträglich korrigiert werden.
Luftgüte
- Luftgüteindex (AQI): GeoSphere Austria, Chemiewettervorhersage mit dem Modell WRF-Chem auf etwa 3 km (CC BY 4.0). Der Index ist eine Tagesklasse von 1 („sehr gut“) bis 6 („extrem schlecht“); die Kategorien entsprechen jenen des Luftqualitätsindex der Europäischen Umweltagentur und fassen Ozon, Stickstoffdioxid und Feinstaub zusammen. Die Farbskala der Karten ist eine eigene, auf die übrigen Karten dieser Seite abgestimmte Abstufung, nicht die Farbgebung der Umweltagentur.
- Modell, keine Messung: gezeigt wird ein Modellergebnis für die Umgebung, kein Messwert an einer Station. Für die amtliche Beurteilung der Luftqualität sind die Messstellen der Bundesländer und des Umweltbundesamts maßgeblich.
- Zeitbezug: Jeder angezeigte Modelltag umfasst 00:00 bis 24:00 UTC und ist damit bewusst nicht nach Europe/Vienna abgegrenzt. Die Quelle veröffentlicht ausschließlich Vorhersagen und keine Analyse vergangener Tage. Der Modelllauf beginnt um 00:00 UTC und umfasst den laufenden Modelltag sowie die beiden folgenden. Ein zurückliegender Tag in der Kartenreihe zeigt daher die an jenem Morgen ausgegebene Prognose und wird als solche beschriftet; er ist keine nachträgliche Beobachtung.
- Einzelschadstoffe: aus denselben Modellfeldern (Ozon, Stickstoffdioxid, PM10, PM2,5, stündlich, bodennah) wird je Schadstoff dieselbe sechsteilige Klasse berechnet, nach den Schwellenwerten des europäischen Luftqualitätsindex in der Fassung von 2024, die für alle Schadstoffe Stundenwerte heranzieht. Maßgeblich für den Modelltag ist die schlechteste Stunde. Diese Karten erklären den Gesamtindex – sie zeigen, welcher Schadstoff ihn bestimmt – und ersetzen ihn nicht: der Gesamtindex bleibt der von GeoSphere veröffentlichte Wert, die Einzelklassen sind eine eigene Berechnung. Als „Leitschadstoff“ eines Modelltags wird jener Schadstoff genannt, der flächenmäßig am häufigsten die schlechteste Klasse verursacht. Ein Modelltag wird nur ausgewiesen, wenn alle 24 UTC-Stunden vorliegen.
- Klassenwerte: ein Index ist eine Kategorie und wird nie gemittelt. Angegeben sind die flächenmäßig überwiegende Klasse, die höchste örtlich auftretende Klasse und die Flächenanteile der einzelnen Klassen. Der Wert in der Aktuell-Ansicht ist die Klasse der nächstgelegenen Rasterzelle der gewählten Station.
Ortssuche
GeoNames (CC BY 4.0): österreichische Ortschaften und Postleitzahlen samt Koordinaten; die Höhenangabe stammt aus dem SRTM-Höhenmodell. Zu einem Ort wird die nächstgelegene Messstation gesucht, wobei ein Höhenunterschied stärker gewichtet wird als reine Entfernung – eine Station in ähnlicher Seehöhe ist repräsentativer als eine nähere im falschen Höhenbereich. Angezeigt werden immer die gewählte Station, die Entfernung und der Höhenunterschied; für den Ort selbst liegen keine eigenen Messwerte vor.
Pegel und Grundwasser
- eHYD / Hydrographischer Dienst Österreich: aktuelle Fluss-, See- und Grundwasserdaten der beteiligten Dienste.
- Die Pegelansicht ist eine Momentaufnahme. Wasserstand, Abfluss und Grundwasser sind getrennte Größen; die Einordnung ist keine Hochwasser- oder flächenhafte Dürrebewertung.
- Saisonale Vergleiche beziehen sich auf lokale historische Werte und sind nicht zwischen unterschiedlichen Messstellen zu einer physischen Wasserhöhe vergleichbar.
Aktualisierung und Lizenzen
Aktuelle Mess- und Prognosedaten werden regelmäßig automatisiert abgerufen; die jeweiligen Zeitstempel stehen direkt bei den Daten. Die Quellennachweise und Lizenzhinweise – insbesondere CC BY 4.0, soweit angegeben – bleiben bei den jeweiligen Ansichten sichtbar.
Daten können verspätet, korrigiert oder vorübergehend unvollständig sein. Maßgeblich sind stets die Originalquellen.